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“Es geht bei Handlung nicht um Handlung, sondern um Bewegung.”

Ilan Stephani

 

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»Wir heilen unser negatives Selbstbild nicht, indem wir es kritisieren, sondern indem wir es umarmen.«

Ilan Stephani

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»Wir vertrauen einander umso mehr, je mehr wir wissen, dass wir alle nicht 100% vertrauenswürdig sind!«

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»Wut ist DIE Energie der Sichtbarkeit, und sie beendet den Kampf gegen sich selbst…«

Seminarausschnitt – “Kann Wut spirituell sein?”

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»Wir können keine Harmonie erleben, solange unsere Abgrenzung tabu ist…«

Seminarausschnitt – “Kann Wut spirituell sein?”

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»Die ganze Welt macht Werbung dafür, dass wir liebevoller sind. Aber wer bringt uns bei, wie wir mit Wut umgehen können?«

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»Unsere Kultur predigt Liebe – aber schweigt darüber, was die Liebe braucht…«

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Soft Skills, um die Welt zu retten – Folge 5

 

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Oh wir Tapferen, wir Entschlossenen, wir Heldinnen…

Zum eigenen, freiwilligen, unbezahlten, ungeschriebenen Gesetz der Härte mit sich selbst braucht es nicht viele Worte. Den meisten Text dazu liefert Jede ja ohnehin sich selbst. Was in der einen Frau lautet: „Du musst es alleine schaffen.“, heißt bei der nächsten eher: „Du musst dir mehr Mühe geben.“ Und beide Versionen sind ganz unpassend für die dritte, bei der aber wiederum das mit dem maßlosen Perfektionismus hervorragend einschlägt. Und ganz raffiniert, nach ein paar Jahren des An-Sich-Arbeitens dann ebenfalls im Angebot: „Krieg ich das mit meiner Heilung denn nie hin?“ Und da braucht es dann gerne nochmal ein paar Jahre, bis man DIESEN Trick durchschaut hat…

Natürlich kommt Jeder von uns die eigene Version als die pure Realität vor, wohingegen wir den mentalen Schwachsinn der Andersgestrickten umgehend als solchen erkennen. Jede kann jede Andere von uns trösten, sie könne sich abregen, sie sei nämlich schon jetzt komplett und wundervoll, sie müsse da gar nix mehr erreichen und erkämpfen und erleiden. Nur an den eigenen Perfektionismen hängen wir wie der Junkie an der Nadel.

In Wirklichkeit ging es keinem Glaubenssatz je um die Wahrheit. Es ging ihm nicht einmal je um irgendeinen Inhalt. Ob ich mich isoliere, weil ich mir so absolut sicher bin, nicht gut genug zu sein, oder ob ich depressiv werde, weil ich an allem schuld bin, ist leider vollkommen egal, weil der energetische Effekt funktioniert, hier wie dort. Und auf den, nur auf den kommt es unserer inneren Härte wirklich an: Kontraktion. Isolation. Vertraute Verwirrung. Ewige Wiederholung. Lähmende Routine.

Okay. So kommen wir irgendwie nicht weiter. Die Elemente, aus denen heraus „wie durch Zauberhand“ Kämpfertum und Resignation, bestimmte Muster und dieses gewisse „So bin ich halt.“ in einem Menschenleben entstehen, die lassen sich konkret ver-lernen. Unsere Körper sprechen eine Sprache, die vollkommen anders funktioniert und unterhalb aller Worte in uns lebt: hin zueinander.
Weich miteinander und weich mit sich selbst. Dem eigenen Leben sehr sehr freundlich zugewandt. Am eigenen Wohlbefinden instinktiv interessiert. (Unser Körper würde dabei sogar so weit gehen, es sich LEICHT zu machen!) Hin zum Respekt voreinander. Zur Berührung, zur Unterstützung, zur Achtsamkeit miteinander.

Geben wir diesen Impulsen nach – trauen wir uns gemeinsam hinein in eine Problem-Lösung, die nicht auf derselben Ebene liegt wie das Problem, so können wir uns aneinander, miteinander entspannen, beruhigen und körperlich eine andere Matrix als die der Leistung erfahren. Ein weiches Körpersein in einer Gruppe weicher Körper. Eine großartige Banalität, eine erlösende Ent-Täuschung.

Tja, für uns ein vielleicht unerschöpfliches Thema, denn es offenbart seine Schichten und Tricks erst im Laufe der Zeit. Subtil und immer noch subtiler tauchen seine Fäden aus unseren Untiefen auf. Wo wir doch wieder leisten müssen, doch wieder schaffen, kämpfen, etwas hinkriegen sollten. Nicht wahr – solange ich nicht gerade an der Beatmung hänge, schreibe ich diesen Text noch selbst. Das-werd-ich-ja-wohl-gerade-noch-so-auch-alleine-hinkriegen. Da muss mir keine helfen.

Wobei… Da fällt mir ein, was eine andere Frau über den ewigen Perfektionismus schrieb. Na gut. Julia Cameron in “Der Weg des Künstlers”: “Perfektionismus hat nichts damit zu tun, es richtig zu machen. Er hat nichts damit zu tun. Er ist die Weigerung, sich die Erlaubnis zu geben, sich vorwärtszubewegen.” Und einige Zeilen weiter: “Perfektionismus ist nicht Suche nach dem Besten. Er ist eine Beschäftigung mit dem Schlechtesten in uns, dem Teil, der uns sagt, dass nichts von dem, was wir tun, je gut genug sein wird – und dass wir es noch einmal versuchen sollten. Und wohin führt das? Nirgendwohin, und das sehr schnell.“

Ladies! Lasst uns!

Ein Prozess entsteht, wenn du – bewusst oder unbewusst, lustvoll oder verzweifelt – anfängst, einen festen Punkt in deinem Leben wieder in Bewegung bringen zu wollen.

Daher stecken wir alle eigentlich immer in Prozessen. Ein Prozess umkreist einen Knoten in deinem Leben, einen unbeweglichen, starrköpfigen, bösartig schweigenden, verbissenen Gegner – umkreist ihn, schnappt zu, versucht es mit Hintertürchen, mit Flirten, schließlich mit Gewalt, Leugnen und Verdrängung, mit Arschtritten und flehendem Weinen, er möge sich ändern oder wenigstens uns sagen, was wir tun und lernen müssen, damit er sich ändert.

Ein dummer Nebeneffekt von Prozessen kann sein, dass wir sie verschweigen, weil wir denken, wir reden besser erst wieder über unser Innenleben, wenn es innen lebendiger aussieht.

In Prozessgruppen gewöhnen wir uns diesen Blödsinn ab, und zwar aus drei Gründen. 1.) geschieht dein Leben, während Prozesse geschehen, und nicht immer erst danach, 2.) fällt dann flugs die fixe Idee weg, du seist alleine damit und kein Mensch könne dich verstehen. (Es ist in Wahrheit andersrum, man muss manchmal direkt aufpassen, dass andere einem das Drama nicht wegschnappen, weil sie noch besser darin sind.) und vor allem können dann 3.) die anderen in der Gruppe erheblich dazu beitragen, Bewegung in die Sache zu bringen. Wir versammeln uns tapfer und feierlich und nehmen die akuten Themen unserer Leben nacheinander in die Mitte, in den Fokus, in die Zange. Immer wieder: Welche Energien sind wie an diesem Thema beteiligt? Alle gemeinsam bauen den Knoten, in sich selbst, an deinem Körper und im Raum, werden zum Knoten und dann zum Fluss. Eine Prozesswelle, die verschwimmen lässt, ob es nun mein oder dein Problem war. Mit Intuition, Empathie und Humor. Mit begleitenden Übungen und Körperarbeit zum Aufwärmen und Nachglühen.

Soviel zum Prozess. Was eine Gruppe ist, dürfte klar sein. Wer will?