Mit keinem Menschen teile ich so viele Gespräche und Texte wie mit Mari, dem Tiger an meiner Seite. Mein Partner in Crime… Meine Arbeit ist nicht denkbar ohne die Begegnung mit Mari, und Maris Arbeit ist nicht denkbar ohne die Begegnung mit mir.

Hier findest du zwei Texte, die in unserer Zusammenarbeit entstanden sind. Beide kreisen darum, weshalb spirituelles Erwachen, Frieden und innere Stille BRAUCHEN, dass wir unsere Wut bejahen – statt sie zu unterdrücken…

 

“Wenn die instinktiven Kräfte unserer Körper wieder zu ihrem Recht kommen, de-konstruieren wir das Fundament des Ich und das Ich selbst, welches wir aufgrund bislang gehaltener innerer Spannung zu sein glaubten. Die Fragmente der Ich-Konstruktion purzeln in einem glücklichen, erlösenden Chaos zurück ins SEIN.

Wenn sich das Problem der gestauten Wut in uns auflöst, lösen sich mit ihm all die Erscheinungsformen auf, durch die wir glauben lernten, Aggression als solche sei gefährlich…

Nicht Aggression ist das Problem, sondern unterdrückte, gestaute Aggression, die irgendwann in Form von „meiner Wut“ an die Oberfläche drückt und diese durchbricht.”

 

Ein Artikel in der Berliner Zeitschrift SEIN.

Hier geht es direkt zum Artikel


“Wie gelangen wir Menschen raus aus dem Freeze, rein in die Wut und in angemessene Reaktionen, und zwar in konkreten, nicht nur in spirituellen oder therapeutischen Situationen?”

 

Ein Text über TigerWork, unser Fight- und Instinkt-Training für Frauen.

Hier geht’s direkt zum Artikel

 

Wohin zuviel Geborgenheit führen kann, habe ich in #4/Teil 1 und #4/Teil 2 dargestellt. Häufiger jedoch erleben wir das Gegenteil: Eine Tantramassage fühlt sich für sexuell traumatisierte Menschen nicht geborgen genug an.

Wie können wir eine Tantramassage noch geborgener gestalten? Damit beschäftigt sich dieser Text.

Überlebende von sexuellem Missbrauch sehnen sich zutiefst nach neuen und heilsamen Erfahrungen in Bezug auf Körper und Berührung. Manchmal fühlen sie sich aber so unsicher angesichts einer Tantramassage, dass sie sich kaum überwinden können, dieses Körper-Ritual auszuprobieren.

Wir brauchen nicht viel Fantasie, um nachzuvollziehen, welches Wagnis eine Yonimassage nach sexuellem Missbrauch ist. Allein der körperlich direkte Kontakt, die liebevolle Atmosphäre, der sinnliche Fokus, … all das spricht direkt zu unserem Trauma. Und diese Dynamik wollen wir ja auch gerne nutzen, um die Prägungen durch eine traumatische Vergangenheit aus unserem erwachsenen Leben zu waschen.

Für neue, lebendige und kraftvolle Erfahrungen im Tantra brauchen wir ein stabiles Fundament aus Geborgenheit.

An welchen Stellen können wir im Verlauf einer Tantramassage (noch) mehr Geborgenheit kreieren?

Meiner Ansicht nach können wir dafür in 4 Bereichen einer Tantramassage ansetzen.
Weiterlesen

In #4/Teil 1 habe ich dargestellt, wie mächtig Geborgenheit auf die Dynamik eines Traumas wirken kann und wie wichtig es ist, dass wir in der Begleitung solcher Prozesse bewusst und aktiv Geborgenheit dosieren können.

Und wie dosieren wir Geborgenheit?

Indem wir uns selbst und unsere Klientin während der Massage immer wieder aktiv und bewusst „an die Oberfläche“ bringen, in unser ganz gewöhnliches Tagesbewusstsein hinein. Wir setzen nicht alles auf die Karte der Geborgenheit. Wir bieten quasi Ablenkungen an, damit sich unsere Klientin nicht in inneren Dynamiken verliert. Dazu gehört alles, was alltäglich, gewöhnlich, zugänglich – also ganz und gar untantrisch:-) – ist: reden und zuhören, als würden wir plaudern. Sich im Raum umschauen. Mitteilen, wohin unsere Gedanken gerade gewandert sind. Erlebnisse erinnern, die einfach, spielerisch und fröhlich waren. Und einen weichen, liebevollen Humor behalten. Weiterlesen