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Vor Kurzem las ich von einer amerikanischen Bloggerin, die sich für Beauty-OPs interessiert. Sie habe sich lang und tief mit der Frage beschäftigt, ob man Schönheitsoperationen machen lassen UND spirituell sein könne. Am Ende ihrer Meditation stand das Ergebnis fest: JA, man könne.

Ein Mensch könne sich im Gesicht oder an den Brüsten oder sonstwo operieren lassen UND gleichzeitig spirituell sein. Im selben Atemzug entschied sie auch, dass sie sich operieren lässt.

Eine andere Frau, die mit Frauen zum Thema Geld arbeitet, hatte dieselbe Frage in Bezug auf Geld: Kann es eine spirituelle Arbeit sein, Menschen zu finanziellem Reichtum zu verhelfen? Ja, sagt sie, auch das sei möglich. Und wirft sich seitdem mit noch mehr Überzeugung in ihre Arbeit.

Ich finde an diesen Beispielen vor allem eines spannend:

Warum finden wir so spannend, ob wir spirituell seien mit dem, was wir wollen?

Warum sind wir so heiß darauf, Beauty-OPs, Begeisterung für Geld, Luxus, Wellness, was auch immer als spirituell erhebend darzustellen?

Weil wir dem, was wir wollen, in der Tiefe immer noch misstrauen.

Nein, wir brauchen zwar irgendwann nicht mehr, dass unsere Eltern uns zustimmen – aber Gott sollte es schon noch tun…

 

Mit anderen Worten:

Das, was wir wollen, gleichzeitig spirituell wertvoll finden zu wollen, ist eine spirituelle Tugendfalle – die in der Tiefe das re-installiert, was wir ursprünglich loswerden wollten: nämlich dass Meinungen urteilen dürfen über das, was wir wollen.

Hier ist der Clou:

Was du willst, braucht keine Rechtfertigung.

Du darfst es wollen, weil du es willst.

Und noch etwas:

Was du willst, leuchtet als etwas Wertvolles, WEIL du es willst – und nicht erst, wenn eine spirituelle Instanz oder Idee dich dazu angelächelt hat.

Der WEG DER ENERGIE: Genieße, was du willst!
Und finde Wege in dieser Welt, um das zu tun, was du willst!

Mögen die Götter der Anderen gegen dich sein… aber deine Instinkte werden dich lieben.

Und das ist von Wert!

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In vielen Prozessen taucht das Drama auf, sich zwischen zwei Optionen nicht entscheiden zu können.

Das läuft nach ungefähr diesem Schema:
Du weißt einfach nicht, was du jetzt „tun sollst“ –
du kommst an diesem Punkt nicht auf den Punkt, was richtig wäre und was falsch –
du fürchtest die Folgen einer falschen Bewegung –
und tust das, was der Rest deiner Kultur dann auch immer macht:
NICHTS.

Irgendwann liest du dir zu deinem Thema dann noch das Internet durch.
Du findest superklare Ratschläge für DIESE Richtung.
UND zwei Klicks weiter auch für die ANDERE Richtung.
Nun bist du überinformiert und doppelt und dreifach gelähmt.

Also wie nochmal soll ich mich jetzt entscheiden?

Zu genau diesem Drama kann man vieles sagen, und ich möchte mich hier auf den Punkt konzentrieren, der ansonsten wenig erwähnt wird:

Du denkst, das Drama bestünde daraus, dass du nicht weißt, ob A oder B besser seien – richtiger, erleuchteter, heilsamer, oder was auch immer. Das ist jedoch gar nicht der Grund für Trouble. Ich könnte sagen: Dieser Punkt ist nicht der Punkt.

Dein Erleben eines inneren Dramas entfaltet sich NICHT in dem Widerstreit zwischen A und B – sondern als Rückmeldung deines Nervensystems, dass der Zustand der NICHT-ENTSCHEIDUNG aus Gründen der VERMEIDUNG heraus ein widernatürlicher ist. Dein positionsloses Verharren in den Resten einer ängstlichen Innenwelt – DAS fühlt sich einfach falsch für dich an.

Mit anderen Worten:

Sich NICHT zu entscheiden – DAS ist die falsche Entscheidung.

Und tragischerweise ist das genau jene falsche Entscheidung, die du durch deine Passivität um jeden Preis verhindern wolltest…

In diesem Sinne:

Dehn dich aus in der Außenwelt, Tigerin!
Streck dich und brüll in die Nacht, Tiger!
Spiel das Spiel der Entscheidung und entscheide.
Entscheide dich heute.
Heb die Tatzen, fahr die Krallen aus – runter von der Bremse.
Der ganze Kosmos darf das Spielfeld sein –
es ist ein feierliches, ein zärtliches und heilsames Spiel unter Menschen, das sich entfaltet, wenn wir…
…wenn wir uns wieder bewegen dürfen.

Du darfst. Du darfst. Du darfst.

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„Ilan, wie kann es sein, dass du soviel über Schatten, Schwierigkeiten und Traumata redest – und dass du trotzdem Menschen findest, die damit zu tun haben wollen?“

Hinter dieser Frage liegt ein Missverständnis – nämlich dass es WIRKLICH attraktiver für uns Menschen sei, sich mit Schatten, Schwierigkeiten und Traumata eher mal NICHT zu befassen.

Das kollektive Missverständnis ist, dass wir Menschen WIRKLICH beruhigt wären, wenn wir Wunden und Trigger verschweigen, umgehen oder leugnen.

„Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“?

Vordergründig: schon klar.

Aber eigentlich stimmt das nicht.

Denn etwas Gegebenes zu unterdrücken ist Schwerstarbeit für unser Nervensystem.

Nur ist das eben unsichtbar gemachte Schwerstarbeit (übrigens auch das ein Job für unser Nervensystem, und auch das in sich selbst nochmal Schwerstarbeit). Mein Tagesbewusstsein, jene dünne Schicht des Funktionierens und der Norm, ja, dieses Bewusstsein mag beruhigt sein – aber umso mehr schlagen meine Instinkte Alarm. 

Ich könnte es so formulieren: Oberflächliche Beruhigung funktioniert über Ablenkung, ja.

Aber immer erkauft sie sich ihren Schimmer und Schein mit einem inneren Terror für unsere Instinkte.

WIRKLICHE Entwarnung funktioniert NICHT im Vermeiden der Probleme, sondern im VOLLKONTAKT zu ihnen.

Es ist dieser Vollkontakt zu Trigger X, der es verändert.

Der ALLES verändert.

Dieser Vollkontakt ist ein atmendes, lebendiges Statement der Begegnung, und darin schon unerhörtes Empowerment.

Dieser Vollkontakt greift durch das Thema X hindurch, er greift durch die Worte, die Form, die Verpackung hindurch in das Herz der pochenden Energie.

Und findet in dieser Dynamik, in dieser Tiefe WIRKLICHE Erneuerung – und WIRKLICHE Sicherheit. 

Hier, erst hier, liegt jene Sicherheit, die von der Außenwelt nicht bedrohbar ist.

Deshalb sage ich, in einer Welt aus Trauma, Schmerz und Missverständnis: „Diese Welt IST sicher.“

Ich meine das ernst.

Denn der Hebelpunkt, der es alles verändert, der liegt in uns.

In dir. In mir. Ja, wir erstaunlichen Tiere. 

Lasst uns unseren Triggern und Challenges entgegenströmen…

 

DIVE DEEPER IN FOLGENDEN LIVE RETREATS

Unsere Leistungsgesellschaft ist ja eine vertrackte Kiste – sie hält uns ständig auf Achse, mit einem ewigen „Nie genug“… bis wir uns selbst schon glauben, chronisch am Limit zu sein.

In Wirklichkeit jedoch untergraben Leistungsgesellschaften das Potential von Menschen.

Wie wir „Intelligenz“ definieren, ist dafür ein gutes Beispiel. Wir halten es für klug, zu jeder Frage eine Antwort zu haben… Oh, wenn wir wüssten, was wir dadurch alles verpassen.

Denn eine wirklich lebendige Intelligenz entfacht sich nicht im Antworten, sondern im Staunen! Sie passiert nicht nur im Kopf, sondern im gesamten Nervensystem. Sie ist ein ganzkörperlicher Rausch, mit offenen Sinnen – mit Klarheit UND Zauber, mit Fokus UND Mystik.

Wenn wir uns befreien aus dem Krampf des Leistens und der Antwort, dann fallen wir wieder in unsere echte Intelligenz. Und der Zustand, den wir dann wiederfinden, das ist das STAUNEN.

Ja, zu STAUNEN statt zu WISSEN, zu SCHAUEN statt zu GRÜBELN, das sind die wirklich klugen Räume.

Lasst uns die alten Antworten opfern, lasst uns ehrlich werden und wieder weniger wissen:

Lasst uns einfach wieder Staunen.

 

DIVE DEEPER IN FOLGENDEN LIVE RETREATS

Einer unserer häufigsten Prozesse ist der Kampf darum, den EIGENEN Weg zu gehen – statt nach äußeren Regeln zu leben.

Warum eigentlich ist das so schwierig – den eigenen Weg zu gehen?

Üblicherweise erzählen wir uns hier zwei Geschichten:

Erstens: „Ich weiß nicht, was ich wirklich will.“

Oder zweitens: „Ich traue mich nicht, zu tun, was ich wirklich will…“

Wenn wir genau hinschauen, sind jedoch beide Antworten die gleiche Antwort:

Unsere Innenwelt hat nicht mehr genug Energie, um sich von dem Diktat der Außenwelt zu lösen. Wir erleben diesen Energiemangel als Verwirrung darüber, was wir wirklich wollen – ODER als Angst davor, unseren eigenen Weg zu gehen.

Im Endeffekt ist die Zauberformel für beides dieselbe:

  • Nähre deine Innenwelt.
  • Atme tiefer.
  • Werde wütend – nutze deine Wut FÜR dich statt GEGEN dich!
  • Fahr deine Krallen aus und verlerne, das brave Mädchen zu sein und der gute Junge…
  • Spür alles, was du schon lange nicht mehr gespürt hast…

Ja, das sind deine Themen.

Ja, das sind deine Schatten.

Aber eigentlich ist alles immer nur die Verpackung für das Ding, um das es eigentlich geht:

… die immense Kraft und Freiheit deiner Innenwelt!

 

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„Alle kennen das Gefühl, überfordert zu sein. Und der Bluff in dieser Sache ist: Unser eigentliches Potential ist eher unterfordert als überfordert!“

 

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