In Bilder im Bett #1 ging es um Bezüge zwischen individuellen und kollektiven Bildern, die wir von Sex und Heilung haben. Wo geht denn jetzt die Reise hin, wenn wir diese Prägungen ausatmen wollen?

Bilder als Orientierung auf dem Heilungsweg

Heilungswege sind Wege, die wir ins Ungewisse hinein tun müssen. Es wäre ja keine Heilung, wenn wir schon vorher wissen könnten, was uns erwartet… und unterwegs sind Bilder nicht immer hinderlich. Sie können genau jene neuen Informationen liefern, nach denen wir suchen. Das sind wohl nicht die Bilder, die wir überall finden, aber es mögen kleine, unerwartete Begegnungen und Eindrücke sein, wo wir es nicht erwarten. Wenn wir unsere Sinne für Findungen öffnen, können wir auch seltene, heimliche und verschwiegene Bilder entdecken, die in einer zärtlichen Sprache zu uns sprechen. Ja ja, das Universum. Hier arbeitet das ganze Feld der berühmten „Zufälle“ für uns… In diesem Sinne können Bilder uns neu orientieren, und das kann auch für statt gegen unsere Heilung arbeiten.
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Wir alle erleben Sex unterschiedlich – er ist automatisch eine mit sich selbst intime Erfahrung. Auch wenn wir alle dasselbe Wort dafür verwenden, ist Sex ein Raum mit unzählbaren Möglichkeiten der Empfindung. Er kann der Himmel sein und die Hölle, die Erlösung und ein Fluch, ekstatische Ekstase oder pure Langeweile… Und am Ende des Tages kommen wir doch zu diesem kleinsten gemeinsamen Nenner: Sex ist körperlich.

Körperliche Angelegenheiten besitzen etwas so Simples, dass es uns arme Kopf-Menschen überfordern kann. Und dann sind wir erst recht verwirrt. Körperliche Dinge haben das Potential, unser Leben auf unerhört direkten Wegen zu einem zufriedenen, satten und glücklichen Leben zu machen. Es könnte ja alles so wahnsinnig einfach sein. Wir könnten essen, was wir möchten, wann wir es möchten, Weiterlesen

Short Version: Dieses Buch bitte lesen!

Long Version:

„Ein Grossteil der Frauen, die zu mir in die Massage kommen, haben wie ich selber auch sexuellen Missbrauch und sexualisierte Gewalt erlebt. Ich wünschte mir, dass alle betroffenen Frauen wissen: Heilung ist möglich.“ (Marlise Santiago)

Wenn sexuelle Heilung eine 101-Meilen-Reise ist, dann ist dieses Buch darin ein 7-Meilen-Schritt. „Schluss mit Secondhand-Sex – Innenerleben statt Aussenerleben“ – die Autorin Marlise Santiago hat auf knapp 250 Seiten eine berührende Sprache gefunden, um unsere aufgescheuchte Bett-Kultur zu beruhigen.
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Nichts gegen menschliche Kulturen. Sie haben ja auch ihr Gutes. Den Fortschritt und so. Bei einigen zentralen menschlichen Themen stellen sie sich aber doch recht ungeschickt an. Um nicht zu sagen: rückschrittlich.

Nehmen wir das Beispiel Intimität. Die Sehnsucht nach Intimität, der Sog in die Intimität dringt ja auch zum kultivierten Menschen noch durch. Die Ahnung, dass das mit Nähe zu tun hat – mit einer sagen-haften, warmen, erlösenden, lustvollen Nähe zu sich selbst und zu anderen Menschen. In seiner Kultur und unglücklichen Vernunft geht der kultivierte Mensch dann gerade heraus darauf zu. Kopfüber, ohne Umschweife und Schnörkel kommt er zur Sache. Man legt sich einander nahe (mit entsprechenden Klamotten, Sprüchen und Make-ups), man bringt sich einander nahe (in entsprechenden Clubs und Bars) und legt sich dann wieder einander nahe (diesmal ohne Klamotten, im Bett oder sonst wo).

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Embodiment ist das wache, weiche, genussvolle Bewohnen des eigenen Körpers. Unsere Aufmerksamkeit ruht in den Empfindungen unserer Zellen und schwimmt in ihnen von Moment zu Moment. Im Sex ist Embodiment die vollständige Anwesenheit im Hier und Jetzt, in den Sinnen und ihren unendlichen Facetten und Signalen. Embodiment macht Sex sinnlich im eigentlichen Sinne, macht ihn körperlich, intuitiv, vertrauensvoll und immer wieder neu.

Viele Aspekte der weiblichen Sexualität wohnen im Inneren des Körpers. Frauen sind, was Embodiment angeht, begabt und beschenkt… sie sind aber vielleicht auch mit Gründen belastet, um ihren Körper eben nicht mehr zu bewohnen und ihn im Sex von innen heraus zu genießen.

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„Tantra ist die Verwandlung von Sex in Liebe durch Bewusstheit.“ (Osho)

Dieser Satz von Osho ist wahrscheinlich das bekannteste Tantra-Zitat überhaupt. Und er macht deutlich, welche Sehnsüchte uns zum Tantra führen können. Oh ja, wir wollen unseren SEX genießen, erforschen und erweitern. Wir wollen ihn ausdehnen, bis wir wahrhaftig „LIEBE machen“, mit unseren Partnern und mit uns selbst, bis wir schließlich in eine Liebesbeziehung zu unserem ganzen Leben geraten. BEWUSST wollen wir damit sein, so bewusst, dass uns kein Moment unserer kostbaren Lebenszeit mehr entgeht, dass wir keinen Funken unserer sexuellen Lust mehr verpassen, und vor allem wollen wir bewusste und präsente Liebespartner haben. Ach, am liebsten würden wir uns nicht nur verändern – sondern VERWANDELN.

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Essen und Sex sind zwei urmenschliche – urnatürliche – urgesunde Elemente in unserem Leben als Körper. Sie verursachen und bedingen unsere Existenz, und sie schenken uns Nahrung und Liebe, bis wir sterben. Also könnte mal wieder alles so schön sein…

Doch irgendjemand jedoch hat uns da Stress ins Nervensystem geträufelt. Oder? Jedenfalls einen Wimpernschlag später schon finden wir uns vor einem Spiegel wieder, der nicht nährt und nicht liebt, sondern der zeigt, wie sehr wir hungrig sind. Wer sensibel ist, wer sich am Tisch und im Bett nicht abspeisen lassen will mit Fastfood, landet in einer qualvollen Ernüchterung: Was wirklich mir, meinem Bauch und meinem Schoß entspricht, das hat mir niemand so richtig beigebracht.

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