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Nichts gegen menschliche Kulturen. Sie haben ja auch ihr Gutes. Den Fortschritt und so. Bei einigen zentralen menschlichen Themen stellen sie sich aber doch recht ungeschickt an. Um nicht zu sagen: rückschrittlich.

Nehmen wir das Beispiel Intimität. Die Sehnsucht nach Intimität, der Sog in die Intimität dringt ja auch zum kultivierten Menschen noch durch. Die Ahnung, dass das mit Nähe zu tun hat – mit einer sagen-haften, warmen, erlösenden, lustvollen Nähe zu sich selbst und zu anderen Menschen. In seiner Kultur und unglücklichen Vernunft geht der kultivierte Mensch dann gerade heraus darauf zu. Kopfüber, ohne Umschweife und Schnörkel kommt er zur Sache. Man legt sich einander nahe (mit entsprechenden Klamotten, Sprüchen und Make-ups), man bringt sich einander nahe (in entsprechenden Clubs und Bars) und legt sich dann wieder einander nahe (diesmal ohne Klamotten, im Bett oder sonst wo).

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