Wir haben es alle schon oft gehört:

„Es gibt keine „negativen“ Gefühle. Alle Gefühle sind richtig… und alle Gefühle wollen gefühlt werden.“

Klingt irgendwie super.
Klingt sogar machbar.

Also nicken wir.

Das Problem ist jedoch weiterhin, dass wir heimlich – trotz unseres Nickens – versuchen, die unangenehmen Gefühle zu vermeiden und die angenehmen zu vermehren.

Dieser Versuch, unangenehme Gefühle zu vermeiden, kann verschiedene Formen annehmen.

Eine dieser Formen ist besonders interessant – denn sie ist extrem verbreitet und gleichzeitig komplett übersehen.

Diese Form von Gefühlsvermeidung ist, das Gefühl X HEILEN zu wollen.

Wir willigen vielleicht ein in das Fühlen unserer Angst oder unserer Wut, aber wir tun es nur unter der Bedingung, dass Angst X und Wut Y sich damit bitte auflösen mögen.

Wir bewegen die Wellen des Triggers zwar tapfer durch uns hindurch, aber wir erwarten, dass wir das zur Belohnung danach nie wieder machen müssen – zumindest nicht bei DIESEM Thema.

Nun verwende ich in meiner Arbeit ja bewusst kaum das Wort „Heilung“.
Zuviel Missverständnis, zuviel Kollaps, Kultur und Erlösungshoffnung steckt in diesem Wort

Aber WENN ich Heilung heute definieren müsste, dann ist es eben NICHT das Auflösen von unangenehmen Gefühlen!

Heilung ist NICHT das Verschwinden von Wut.
Heilung ist NICHT das Wegschütteln von Angst.
Heilung ist nicht einmal das Überwinden von Ekel oder das Löschen von Scham.

Heilung ist vielmehr das Wachwerden deiner Innenwelt für sich selbst –
– das Erkennen deiner immensen inneren Kraft und Größe, die ein Flussbett bildet für ALLE Gefühle, die wir als Menschen erleben können.

 

Anders gesagt:

HEILUNG ist, dem Spektrum des Lebens nicht mehr ausweichen zu MÜSSEN und nicht mehr ausweichen zu WOLLEN.

In einem heilen Zustand sind ALLE Gefühle die Nahrung, die Vitamine, die Geschenke, aus denen sich unsere Intensität und Lebendigkeit bildet!

Wir wollen unsere Unsicherheiten nicht mehr loswerden.
Unsere Ängste nicht mehr weghaben.

Wir wollen in alles, alles hineinatmen –
– alles, alles in uns tanzen, pochen und beben lassen.

Und dann kommt der Clou (und er kommt DANN ERST!):

Das ist, wie Heilung unsere unangenehmen Gefühle tatsächlich auflöst.

Sie macht die Trigger zwar nicht weg.
Sie macht die Herausforderungen nicht kleiner.
Sie macht die Gefühle nicht hübsch und friedlich.

Sie macht uns stattdessen genussfähiger für das Spektrum aus Leben.
Hingabefähiger an die Challenge.
Radikaler vibrierend, in jedem Moment.

In dieser Vibration, die wir sind, zerschmelzen wir die ganze Welt aus „angenehm“ und „unangenehm“ und finden als Substrat in allem unsere eigene wilde Ekstase.

 

Du bist neugierig darauf, dieses Abenteuer PRAKTISCH zu vertiefen?

Hier findest du meine Einladungen zu diesem Abenteuer und du bist herzlich willkommen!

Es ist nahezu unmöglich, in dieser Welt zu leben, ohne mit dem Thema TRAUMA konfrontiert zu sein.

Traumata entstehen nicht nur in massiven Übergriffen und Unfällen, sondern auch in ganz banalen Missverständnissen und im „alltäglichen Wahnsinn“.

Und zu unseren persönlichen Traumata kommen die kollektiven hinzu – mitsamt ihrer geschlechterspezifischen Schwerpunkte wie Kriegsvergewaltigung, Hexenverbrennung und Militär.
Häufig führt ein Trauma vor allem zu der Unfähigkeit, einen heilsamen Raum selbst herzustellen.

Der Mensch neigt dazu, seine Heilung so zu behandeln, wie er damals von seinem Trauma behandelt wurde: knallhart, schonungslos, brutal.

Das ist kontraproduktiv. Wer heilen will, muss ausruhen können. Dann wird Heilung ein organischer und letzten Endes schlichter Prozess („schlicht und ergreifend“). Das einzige Lebewesen, das sich schwer mit ihr tut, ist der Mensch. Unser Körper an sich – wenn wir ihn lassen – verfügt über alle Kräfte und Informationen, um unsere Traumata zu heilen.

In Geschenke an die Selbstliebe #1 ging es um die allgemeinen Schwierigkeiten, die einer Praxis für mehr Selbstliebe im Wege stehen können. Außerdem habe ich vier Faktoren genannt, die uns helfen, neue Dinge umzusetzen, auch wenn sie… nun ja, eben gut für uns sind:-)

 

Hier kommt eine Zusammenstellung von vier feinen weiteren Möglichkeiten, um über die innere Mauer zu klettern – um sich mit einem Date der Selbstliebe zu überraschen. Oder um eine selbstliebes-hungrige Freundin zu beschenken? Jedenfalls eigens von mir erprobte Delikatessen.

Die folgenden Tools stammen aus unterschiedlichen Richtungen und haben jeweils einen eigenen Schwerpunkt. Ich hoffe, dass in dieser Liste ein paar Inspirationen für dein „Projekt Selbstliebe“ stecken!

Ich sage also nicht, dass diese Tools und Tricks für alle Frauen funktionieren. Heilungswege haben einzigartige Phasen und brauchen zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche „Manöver“. Aber ich sage, dass es einen Versuch wert ist, sobald dein Bauchgefühl JA dazu sagt, und ich sage auch, dass es heilsam und heilig ist, zu forschen, zu testen und zu spielen.

  1.  Yellas „Kurzanleitungen“ – smarte Reiseführer in die Räume der weiblichen Sexualität
  2.  Cocos DVD „Sensuous Workout“ – Körper-Flow für sinnliche Entdeckungen
  3.  Gitta Arntzens CD „Wie sie´s mag“ – explizite Einladung zum Self-Pleasuring*
  4. Dami Charfs Homepage und Online-Angebot nach Traumata – eine Fundgrube für Traumheilung und… Selbstliebe. Weiterlesen